Freitag, 19. September 2008
Lange Nacht der Märkte?
Slowfood, bio, saisonal, regional: eigentlich liegen Wochenmärkte mit ihrem Angebot voll im Trend. Doch große Konkurrenz bekommen sie von den Supermärkten. Diese bieten auch zunehmend Bioprodukte an - und sind mit ihren langen Öffnungszeiten und ihrem breiten Sortiment bequemer für die ernährungsbewußte Berufsbevölkerung. Der Wochenmarkt ist indes vor allem bei Rentnern beliebt.
Das hat die Hamburger Studentin Eileen Hansen anhand des Stadtbezirks Bergdorf untersucht. Sie empfiehlt den Marktbetreibern, in Werbung zu investieren: Nicht einmal die Öffnungszeiten der Wochenmärkte seien dem Shoppingpublikum bekannt.
Wilfried Thal ist angetan von Hansens Vorstellung eines Abendmarkts. Dieser lasse sich besonders während der Sommersaison gut realisieren, so der Vorsitzende des Bundesverbandes der Schausteller und Marktkaufleute.
Vielleicht kommt es in der Hansestadt noch einmal zur langen Nacht der Märkte...
Dienstag, 16. September 2008
BIO-BROTBOX für Kids
Die bundesweit erfolgreiche Bio-Brotbox-Aktion ist auch in München ein Erfolg
Schüler und Schülerinnen des Münchner Asam-Gymnasium packen 24.000 Bio-Brotboxen für Schulanfänger. Am Freitag den 26.09. sollen die Brotboxen und die dazugehörigen Trinkflaschen verteilt werden. Schirmherr der Aktion in München ist Oberbürgermeister Christian Ude
Gesunde Bio-Brotzeit statt ungesunde Pausensnacks, dafür steht die Bio-Brotbox Aktion 2008, die inzwischen auch in München und im Münchner Umland ein Erfolg ist.
Viel zu viele Kinder gehen morgens ohne Frühstück aus dem Haus und greifen in den Pausen regelmäßig auf Fast-Food und gezuckerte Getränke zurück. Auf die Dauer machen diese Ernährungsgewohnheiten nicht nur körperlich, sondern auch geistig schlapp. Die Bio-Brotbox Aktion soll Kinder & Eltern dazu ermuntern, im Schulalltag auf eine gesunde Ernährung zu achten.
Inhalt der Bio-Brotbox:
Brief des Münchner Oberbürgermeisters Christian Ude, Brot, Karotte Fruchtaufstrich, Käseecke, Amaranthriegel, Lecker-Schmecker-Entdecker Büchlein für 6-7 jährige, Kressesamen, Plakat mit Ernährungspyramide
Freitag, 12. September 2008
Bio-Gemüse von Peter Maffay
Rocksänger Peter Maffay möchte die Bio Lebensmittel, die er auf seiner Finca 'Can Surreda' auf Mallorca anbaut, in Deutschland verkaufen. Interessenten für die vom 59-Jährigen hergestellten Produkte - Die Palette reicht von Oliven und Olivenöl über Käse bis hin zur Kosmetik - gebe es genug. 'Vielversprechende' Gespräche mit diversen Lebensmittelketten seien im Gang, sagte der Sänger den Dortmunder 'Ruhr Nachrichten'.
Nein, der Musiker ist nicht in Geldschwierigkeiten. Wie auch die dreifache Mutter Julia Roberts möchte er offenbar den Kindern später eine gesunde Erde hinterlassen. Kindern und Jugendlichen hilft das Bioprojekt auch im hier und jetzt: Der Erlös der Bioprodukte fließt direkt in die Peter Maffay Stiftung, Maffays Hilfsprojekt für traumatisierte oder mißbrauchte Kinder.
Bis zu 250 Kinder und Jugendliche lädt Maffay jährlich zum 14-tägigen Urlaub in den Gästehäusern auf seiner Finca nahe Pollenca ein. Der Bioverkauf soll dieses Projekt nun sicherstellen.
Donnerstag, 11. September 2008
Julia Roberts schwört auf Bio Windeln
Auch selbst hat Roberts am liebsten nur umweltverträgliche Produkte auf der Haut: Bereits in einem früheren Interview gestand Sie, auf Deo zu verzichten. Ihr strahlend frisches Aussehen verdanke sie Wasser und Seife.
Genuß ohne Umweltschäden ist der Hauptdarstellerin in Pretty Woman schon seit langem ein Anliegen: Sogar ins Starbucks nimmt sie die eigene Thermo Tasse mit - Ihr Beitrag zur Müllvermeidung.
Mittwoch, 10. September 2008
Nicht nur giftige Pilze sind giftig
Auch über 20 Jahre nach Tschernobyl sind Waldpilze in Bayern teilweise immer noch radioaktiv belastet. Betroffen sind vor allem Maronenröhrlinge, da diese im Verhältnis zu anderen Pilzsorten mehr Radioaktivität aus dem Boden aufnehmen. Problematisch ist aber nicht nur die radioaktive Belastung von Waldpilzen, sondern auch die Schwermetallbelastung mancher Pilzsorten. Hohe Blei-, Cadmium- und Quecksilberwerte sind vor allem bei Champions ein Problem, wie der Vorsitzende des Augsburger Pilzvereins Günther Groß betont. Grund für die hohe Belastung ist, dass die Waldpilze die Schwermetalle über den Boden aufnehmen und in wesentlich höherer Konzentration als Pflanzen anreichern.
Fazit: Wer Pilze sammeln geht, sammelt bisweilen auch dann „giftige Pilze“, wenn nur Speisepilze und nicht die bekannten Giftpilze wie Fliegenpilz oder Knollenblätterpilz im Korb landen. Um Gesundheitsschäden zu vermeiden, sollte deshalb auf übermäßigen Konsum von Waldpilzen verzichtet werden. Ab und zu ein leckeres Pilzgericht sollte jedoch, solange Knollenblätterpilz und Co nicht mitgegessen werden, nicht zu Vergiftungserscheinungen führen und ist erlaubt.
Freitag, 5. September 2008
Erfolgreiches Festival Rock for Nature
'Woodstöckle' nannte man das von Organisationen wie der Naturschutzbund und Slowfood mit getragene 'open air' Event im Vorfeld spöttisch. Jetzt wird das 'Rock for nature' also möglicherweise selbst zum Kultbegriff.
Viele der über 40 auftretenden Nachwuchsbands verstehen sich als Ökofans; Manche haben sich sogar explizit dem 'Ökorock' angeschlossen. Der enorme Besucheransturm beweist, daß sie nicht die einzigen sind, die nach einem Leben jenseits des Konsumterrors suchen.