Freitag, 19. September 2008

Lange Nacht der Märkte?

Märkte besorgt über Bioboom bei Discountern

Slowfood, bio, saisonal, regional: eigentlich liegen Wochenmärkte mit ihrem Angebot voll im Trend. Doch große Konkurrenz bekommen sie von den Supermärkten. Diese bieten auch zunehmend Bioprodukte an - und sind mit ihren langen Öffnungszeiten und ihrem breiten Sortiment bequemer für die ernährungsbewußte Berufsbevölkerung. Der Wochenmarkt ist indes vor allem bei Rentnern beliebt.

Das hat die Hamburger Studentin Eileen Hansen anhand des Stadtbezirks Bergdorf untersucht. Sie empfiehlt den Marktbetreibern, in Werbung zu investieren: Nicht einmal die Öffnungszeiten der Wochenmärkte seien dem Shoppingpublikum bekannt.

Wilfried Thal ist angetan von Hansens Vorstellung eines Abendmarkts. Dieser lasse sich besonders während der Sommersaison gut realisieren, so der Vorsitzende des Bundesverbandes der Schausteller und Marktkaufleute.

Vielleicht kommt es in der Hansestadt noch einmal zur langen Nacht der Märkte...

Dienstag, 16. September 2008

Anzüge: Große Größen Shopping

Shopping ist noch immer eine eher weiblich behaftete Profession, denn das stundenlange Hecheln durch Boutiquen und Modehäuser ist nicht jedermanns Sache. Online-Shopping lautet hier das Zauberwort! Diverse renommierte Herrenausstatter haben bisher den Weg in die Welten des Webs gefunden, getreu des Mottos „Stil kennt keine Öffnungszeiten“ :) Im richtigen Online-Shop gelandet wird der Interessent genau so kompetent umsorgt wie live bei der Anprobe.

Ein gutes Beispiel hierfür ist das Traditionsunternehmen Hirmer in München, das mit seiner langjährigen Geschichte noch immer voll auf der Höhe der Zeit ist und darüber hinaus die "langen" und die "wamperten" mit seiner Übergrößen-Shop verwöhnt. Die stilvollen Designer-Kollektionen werden exquisit präsentiert und der Stil, den die Große-Größen-Mode und das Unternehmen auszeichnen, ist nahtlos in den virtuellen Raum übertragen worden.

Hirmer in München mit einigen der großen Modelabels zusammen, die auf die Zielgruppe zugeschnitten sind. Für diesen Herbst werden beispielsweise Teile der Kollektionen, z.B. Anzüge, Hemden und Accessoires von Arqueonautas, Baldessarini, Enrico Vernizzi, Tom Rusborg und Tommi Hilfiger vorgestellt.

Für mich ist entscheidend, dass eine solche Online-Präsenz nicht einfach wild zusammen gepackte Inhalte darstellen, sondern eigene Ansprüche zum Thema gemacht werden. Und das schönste daran ist: Es müssen keine dicken Kataloge gewälzt oder ein weiter Weg in den nächsten Shop gefahren werden.

Freitag, 12. September 2008

Bio-Gemüse von Peter Maffay

Rocksänger will selbst angebaute Lebensmittel verkaufen

Rocksänger Peter Maffay möchte die Bio Lebensmittel, die er auf seiner Finca 'Can Surreda' auf Mallorca anbaut, in Deutschland verkaufen. Interessenten für die vom 59-Jährigen hergestellten Produkte - Die Palette reicht von Oliven und Olivenöl über Käse bis hin zur Kosmetik - gebe es genug. 'Vielversprechende' Gespräche mit diversen Lebensmittelketten seien im Gang, sagte der Sänger den Dortmunder 'Ruhr Nachrichten'.

Nein, der Musiker ist nicht in Geldschwierigkeiten. Wie auch die dreifache Mutter Julia Roberts möchte er offenbar den Kindern später eine gesunde Erde hinterlassen. Kindern und Jugendlichen hilft das Bioprojekt auch im hier und jetzt: Der Erlös der Bioprodukte fließt direkt in die Peter Maffay Stiftung, Maffays Hilfsprojekt für traumatisierte oder mißbrauchte Kinder.

Bis zu 250 Kinder und Jugendliche lädt Maffay jährlich zum 14-tägigen Urlaub in den Gästehäusern auf seiner Finca nahe Pollenca ein. Der Bioverkauf soll dieses Projekt nun sicherstellen.

Donnerstag, 11. September 2008

Julia Roberts schwört auf Bio Windeln

Nach der Geburt des dritten Kindes wußte der umweltbewußte Filmstar Julia Roberts: Mir kommen keine Windeln mehr ins Haus. Sohn Henry bekommt nur noch biologisch abbaubare Windeln, verrät die 40-Jährige, die in ihrem letzten Film eine Mutter spielt dem Magazin In.

Auch selbst hat Roberts am liebsten nur umweltverträgliche Produkte auf der Haut: Bereits in einem früheren Interview gestand Sie, auf Deo zu verzichten. Ihr strahlend frisches Aussehen verdanke sie Wasser und Seife.

Genuß ohne Umweltschäden ist der Hauptdarstellerin in Pretty Woman schon seit langem ein Anliegen: Sogar ins Starbucks nimmt sie die eigene Thermo Tasse mit - Ihr Beitrag zur Müllvermeidung.

Mittwoch, 10. September 2008

Nicht nur giftige Pilze sind giftig

Belastetete Waldpilze: Radioaktivität und Schwermetalle

Auch über 20 Jahre nach Tschernobyl sind Waldpilze in Bayern teilweise immer noch radioaktiv belastet. Betroffen sind vor allem Maronenröhrlinge, da diese im Verhältnis zu anderen Pilzsorten mehr Radioaktivität aus dem Boden aufnehmen. Problematisch ist aber nicht nur die radioaktive Belastung von Waldpilzen, sondern auch die Schwermetallbelastung mancher Pilzsorten. Hohe Blei-, Cadmium- und Quecksilberwerte sind vor allem bei Champions ein Problem, wie der Vorsitzende des Augsburger Pilzvereins Günther Groß betont. Grund für die hohe Belastung ist, dass die Waldpilze die Schwermetalle über den Boden aufnehmen und in wesentlich höherer Konzentration als Pflanzen anreichern.
Fazit: Wer Pilze sammeln geht, sammelt bisweilen auch dann „giftige Pilze“, wenn nur Speisepilze und nicht die bekannten Giftpilze wie Fliegenpilz oder Knollenblätterpilz im Korb landen. Um Gesundheitsschäden zu vermeiden, sollte deshalb auf übermäßigen Konsum von Waldpilzen verzichtet werden. Ab und zu ein leckeres Pilzgericht sollte jedoch, solange Knollenblätterpilz und Co nicht mitgegessen werden, nicht zu Vergiftungserscheinungen führen und ist erlaubt.

Freitag, 5. September 2008

Erfolgreiches Festival Rock for Nature

'Rock for Nature' ist ein Erfolg: 79.000 Besucher fanden vergangenes Wochenende zum Rockfestival im schwäbischen Wolpertshausen. Zum Glück spielte auch das Wetter mit. Nun will Veranstalter Rudolf Bühle den Festivalnamen als Marke registrieren lassen.

'Woodstöckle' nannte man das von Organisationen wie der Naturschutzbund und Slowfood mit getragene 'open air' Event im Vorfeld spöttisch. Jetzt wird das 'Rock for nature' also möglicherweise selbst zum Kultbegriff.


Viele der über 40 auftretenden Nachwuchsbands verstehen sich als Ökofans; Manche haben sich sogar explizit dem 'Ökorock' angeschlossen. Der enorme Besucheransturm beweist, daß sie nicht die einzigen sind, die nach einem Leben jenseits des Konsumterrors suchen.