Belastetete Waldpilze: Radioaktivität und Schwermetalle
Auch über 20 Jahre nach Tschernobyl sind Waldpilze in Bayern teilweise immer noch radioaktiv belastet. Betroffen sind vor allem Maronenröhrlinge, da diese im Verhältnis zu anderen Pilzsorten mehr Radioaktivität aus dem Boden aufnehmen. Problematisch ist aber nicht nur die radioaktive Belastung von Waldpilzen, sondern auch die Schwermetallbelastung mancher Pilzsorten. Hohe Blei-, Cadmium- und Quecksilberwerte sind vor allem bei Champions ein Problem, wie der Vorsitzende des Augsburger Pilzvereins Günther Groß betont. Grund für die hohe Belastung ist, dass die Waldpilze die Schwermetalle über den Boden aufnehmen und in wesentlich höherer Konzentration als Pflanzen anreichern.
Fazit: Wer Pilze sammeln geht, sammelt bisweilen auch dann „giftige Pilze“, wenn nur Speisepilze und nicht die bekannten Giftpilze wie Fliegenpilz oder Knollenblätterpilz im Korb landen. Um Gesundheitsschäden zu vermeiden, sollte deshalb auf übermäßigen Konsum von Waldpilzen verzichtet werden. Ab und zu ein leckeres Pilzgericht sollte jedoch, solange Knollenblätterpilz und Co nicht mitgegessen werden, nicht zu Vergiftungserscheinungen führen und ist erlaubt.
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